• Dakar

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    27 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Für einen ruhigen Schlaf ziehen wir für die letzten beiden verbleibenden Nächte ebenfalls in das Hotel du Marché. Das Hotel ist zwar mehr als doppelt so teuer wie der Campingplatz, liegt jedoch im Zentrum der Stadt und wir sparen uns das tägliche Taxi vom 20km entfernten Campingplatz in die Stadt.

    Dakar ist eine zivilisierte Stadt. Man merkt ihr kaum an, das sie mitten in Afrika liegt, ok, fast alle hier sind schwarz, das fällt auf. Als weißer wird man alle paar Meter angesprochen ob man nicht irgendwelchen Ramsch kaufen möchte. Manche Händler sind so penetrant, daß ein längerer Aufenthalt auf den Straßen ganz schön nervenaufreibend ist.

    So aufsehenerregend wie uns Dakar unterwegs immer wieder beschrieben ist, erscheint es uns nicht. Abends kann man zwar auch ganz gut weggehen, Besonderes wird jedoch nicht geboten.

    Das billigste Flugticket gab es von Air Algerie mit vier Stunden Aufenthalt in Algerien. Der Flug geht nachts um eins in Dakar los, morgens um sechs sind wir in Algier. Um zehn geht es weiter und um 13:15Uhr sind wir in Frankfurt.

    Fazit: Mauretanien und Senegal zu bereisen ist nur Abenteurern zu empfehlen. Landschaftlich ist hier nicht viel Geboten und von Urlaub konnte man bei unserer Reise sowieso nicht reden. Weiterhin ist Mauretanien und Dakar teuer. Lebensmittel kosten rund das doppelte wie in Deutschland. Marokko hingegen ist auch für kürzeren Urlaub echt zu empfehlen. Die Preise sind günstig, die Leute freundlich und auch Landschaftlich kann Marokko einiges bieten.

  • Nouakchott

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    23 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Laut Käufer können wir den Verkauf locker bis 10 Uhr abwickeln, um dann im Nissan weiter mit nach Dakar zu fahren. Aus einem Käufer sind drei geworden und nach längerem Warten wollen diese vorher erst zum Notar, dort einen Kaufvertrag über 14.000FF machen, dann zum Zoll und erst am Schluß sollen wir unser restliches Geld bekommen. Das ist uns alles zu dubios, wir brechen die Verhandlungen ab, kehren zum Hotel zurück und fahren Richtung Senegal Read more… »

  • Nouighmar

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    22 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Schon um 6 Uhr morgens geht es los, denn nur so früh ist es möglich vor der Flut auf dem Strand nach Nouakchott zu fahren. Das Strandfahren ist angenehm. Mit dem Autokäufer fahren wir 100km Strand. Danach kommt uns angeblich das Wasser zu nahe und wir müssen durchs Landesinnere. Die Wege sind schlecht und wiedermal mit Weichsandfeldern durchsetzt. Die holprige Piste setzt den Fahrzeugen arg zu. Der Toyota verliert seine Heckklapppe und die gesamte Ladung, darunter ein Motorrad.Nachmittags in Nouakchott quatieren wir uns in der Auberge du Desert ein. Unser Auto wird komplett entladen und zum verkaufen bereit gemacht. Zu fünft nehmen wir ein Dreierzimmer. Wir zwei schlafen auf der Terasse, das ist billiger. Vor dem Abwickeln des Autodeals gibt es Streit, wir sollen noch den Auspuff auf unsere Kosten reparieren lassen, das war so nicht abgesprochen. Gegen ein paar Ouguya, Werkzeug und unser Autoradio wird der Auspuff auf haarsträubende Art repariert.

  • Fischerdorf

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    21 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Beim Blick aus dem Zelt trauen wir unseren Augen nicht. Der Nissan ist wieder da. Sein häßliches Anhängsel, den Renault, hat er nicht mehr dabei, aber unsere Reifen sind noch drauf. Freude. Auf den schwachsinnigen Pfaden unseres Guides geht es durch den Sand. Der 504 verliert nun auch seinen Auspuff. Wir verlieren zusätzlich noch unseren Endtopf, der ja eh schon außer Funktion war. Wenig später ist die hydraulische Kupplungsbetätigung des 504 defekt. Komplette Montage und neues Entlüften der Anlage dauert seine Zeit.In der Zwischenzeit kommt ein Kamel daher und unser Führer plauscht mit seinem Reiter. Nachdem Tommy dem Mann ein Feuerzeug schenkt, darf er sich mal aufs Kamel setzen, das unter seinem Gewicht vor schmerzen schreit, den es ist noch sehr jung und klein. Am frühen Nachmittag gelangen wir nach Nouighmar. Read more… »

  • Sahara

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    20 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Noch bevor die anderen aufstehen sind wir schon auf den Beinen und machen uns an unserem Auto zu schaffen. Der Karren wird aufgebockt, eine Grube darunter freigeschaufelt und der Mitteltopf demontiert. Um das Auto noch ein bißchen höher zu bekommen, laden wir zwei unserer Ersatzreifen auf den Jeep, ein weiteres kommt in den Kofferraum des braunen 504. Das Auto ist jetzt hoch genug um damit im zweiten Gang vollstoff durch die Dünen zu pflügen.Wir machen Rast an einer riesigen Düne, vor der ein paar Zelte aufgebaut sind. Hier werden ein paar Reifen repariert und auf das Abflauen des Sandsturmes gewartet. Schließlich muß der Jeep noch einen liegengebliebenen Renault 18 eines anderen Konvois abschleppen. Die Besitzer der Rostlaube binden den Renault mit unzähligen morschen Seilen am Nissan fest. Immer wieder reißt eines davon. Schließlich weigern sich die Dänen weiterhin abzuschleppen und wir drücken den Besitzern die GPS-Koordinaten des Renault in die Hand und wollen ihn an Ort und Stelle zurücklassen. Endlich sind diese damit einverstanden, das wir die dicke Kette der Dänen direkt um die Achse des Renaults legen und ihn so abschleppen. Jakob ist bei der Aktion fast durchgedreht.

    Bei einer Pause zwischen zwei Dünen, verlieren wir den Jeep, da dieser um die Dünengruppe herumfährt. Unser Guide peilt das wie immer nicht, den er ist ein Vollidiot. Auf der Suche nach dem Jeep fahren sich die restlichen Autos alle in einem Weichsandfeld fest. Wir graben bis tief in die Dunkelheit hinein die Autos frei und schaffen es wider Erwarten doch noch bis ins nächste Fischerdorf. Der Jeep ist weg. Nach kurzem Lagerfeuer geht es dann auch sofort ins Bett.

  • Nouadhibou II

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    19 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Kurz vor Abfahrt bemängelt der Guide noch den auf dem Boden schleifenden Unterbodenschutz unseres Autos. Wir müssen ihn reparieren lassen. Für 5 DM werden gerademal zwei Schrauben gelöst und das Ding ist ab, Wucher!

    An der Kirmisbudengrenze mit Ihren drei Hütten müssen wir jetzt noch einmal vorbei. Es werden unsere Devisenbescheinigungen kontrolliert. Durch den Schwarzumtausch im Ort stimmt unser Geld nicht mit dem Devisenpapier überein. Zum Glück haben wir auf der Hinfahrt ein paar hundert Francs vergessen einzutragen und so geht bei uns der Grenzübertritt glatt über die Bühne. Die Dänen und die Franzosen haben weniger Glück. Ihnen fehlen die schwarz umgetauschten Franc in ihrer Rechnung. Wir müssen über eine Stunde an der Grenze ausharren und schließlich wird ordentlich Bestechung gezahlt, damit es weitergehen kann. Jetzt beginnt das Abenteuer.

    Die Strecke beginnt mit dem bekannten leichten Gelände entlang der Bahnschienen. Unser Führer meint, er müßte ein wenig mehr Offroad fahren und jagt uns immer wieder in steiniges hügliges Gelände. Auf einmal ist der Guide weg. Er ist so schnell vorneweggefahren, daß wir ihn aus den Augen verloren haben. Wir stehen an einer Pistengabelung und warten. Die Dänen haben aus dem Internet die Route als GPS-Koordinaten. Wir programmieren das Gerät und kurz bevor wir uns dazu entschließen jetzt auf eigene Faust weiterzufahren, taucht der Führer wieder auf und motzt uns an, wir wären zu langsam. Irgendwo bleiben wir alle mal stecken, die Streckenauswahl unseres Führers ist unter aller Sau. Während andere Konvois problemlos an uns vorüberziehen, bleiben wir fast in jedem Sandloch stecken. Unser Auspuff nimmt uns die dauernd auf ihn einwirkenden Schläge und den schleifenden Sand übel und fällt am Strand dann ab. Da er nicht komplett zu demontieren ist, binden wir ihn mit Draht fest. Unser französischer Manta hat jetzt auch noch das passende Geräusch. Wir fahren in der Dunkelheit durch übelstes Gelände. In unserem Auto sitzt nur noch der Fahrer, ohne Beifahrer ist der Wagen 3 cm höher und damit geht es besser durchs Gelände. Wir Campen wild und machen uns ein Feuer aus gesammelten Ästen.

  • Nouadhibou

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    18 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Die Dusche des Campingplatzes ist eiskalt und es geht sofort morgens mit dem Campingplatzbesitzer als Führer durch die Stadt zu Bank, Polizei, Versicherung und Nationalparkverwaltung. Auf der Suche nach einem Guide für die Durchquerung des Nationalparks ist wieder hartes Handeln angesagt. Uns wird ein Guide versprochen, der für vier Autos 1000FF verlangt und uns einen 3 tägigen Trip durch den Park bietet.Später gehen wir mit unseren dänischen Freunden und Abdou Fisch essen. Im Restaurant stehen 20cm hohe Tische und man sitzt auf Matrazen. Um mal ein Bier zu trinken fahren wir in die Lobby eines schäbigen Hotels. Dort laden uns ein paar seltsame Russen zu Bier ein. Wir werden von Prostituierten umkreist und auch Dorthe wird von den Russen angemacht. Nix wie raus und zurück zum Camping.

  • Western Sahara (6118 km)

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    17 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Es war zwar relativ laut und windig im Zelt, nach 36 h und 1900 km ununterbrochener Fahrt konnten wir aber wunderbar schlafen. Am Morgen so um 11 Uhr geht es, nachdem die Pässe zurückgegeben wurden weiter Richtung Noadhibou. Die Straßen bestehen fast nur noch aus Sand. Nach wenigen km dann wieder stop. Grenzkontrolle. Die Pässe werden uns wieder abgenommen. Die Grenze ist durch einen riesigen Sandhügel blockiert. Mit Anlauf geht es darüber, der Peugeot bleibt kurz stecken, Björn schiebt und wir sind durch.Bei einem erneuten Stop unterhalten wir uns mit einem Franzosen in einem braunen Mercedes 300D. Er macht den Trip jeden Monat einmal und verdient damit seinen Lebensunterhalt. Er erzählt uns, daß man in Nouakchott (Hauptstadt von Mauretanien) mindestens 1000DM mehr für unser Auto bekommt als in Dakar. Das stimmt uns nachdenklich. Es müssen Devisenbescheinigungen ausgefüllt werden. Beim nächsten Stop, der wieder nur wenige km entfernt liegt, müssen Zettel mit der Abschrift unserer Pässe, den Namen unserer Eltern und unserem Beruf, sowie Reiseroute abgegeben werden. Unsere Pässe liegen im Grenzerhäuschen ausgebreitet auf einem Bett. Wir müssen sie identifizieren.

    Wieder nach ein paar km stoßen wir auf drei Hütten. An einer Hütte werden unsere Pässe von der Ladefläche eines Pickups an alle Konvoibeteiligten ausgeteilt. Die Hütten stellen Polizei, Gendamerie und Zoll dar. In jeder Hütte ist Papierkram zu erledigen. Es wird dunkel. In den Hütten ist kein Licht, so wird ein Auto vor die Tür gestellt und hineingeleuchtet, damit die Grenzer schreiben können. Der Konvoi löst sich auf, wir fahren in kleinen Gruppen nach Nouadhibou.

    Während den vielen Wartezeiten haben wir Sandro, Jackob und Dorthe kennengelernt. Drei dänische Studenten, die in einem deutschen Nissan Patrol ein halbes Jahr durch Afrika fahren wollen. Mit unseren neuen Freunden suchen wir in Nouadhibou einen Campingplatz und etwas zu Essen. Nach ewiger Preisverhandlung mit einem Verrückten vom Campingplatz nehmen wir ein Zimmer und die Dänen schlafen im Zelt. Abends spielen wir noch Schach und Karten. Tommy wird von den Campingleuten immer Mike Thyson gerufen.

  • Daklah (5741km)

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    16 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Ohne Schlaf kommen wir morgens um halb acht nach 1519 km ununterbrochener Fahrt (wir sind halt nunmal ziemlich gestört!) in der Grenzstadt Daklah, das auf einer Meerzunge steht, an.

    Wir wollten uns heute für den Grenzkonvoi am Freitag anmelden. Von einem Franzosen an der Tankstelle erfahren wir, das es evtl. auch heute schon möglich ist mitzufahren. Ab zur Polizei, Zoll und Gendamerie. Die Polizei macht erst um neun Uhr auf und wir stehen wie Deppen schon um acht davor, da wir unsere Uhren noch nicht umgestellt haben. Tatsächlich schaffen wir es, alle nötigen Papiere bis 11 Uhr zu besorgen und schließen uns dem Grenzkonvoi an. Read more… »

  • Agadir (4222km)

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    15 Feb 1999 /  Frankfurt-Dakar

    Aufbruch nach Agadir, dort wollen wir Roland besuchen. Tommy ist mal wieder reichlich schnell unterwegs. An die Paßkontrolle, die wie üblich alle paar Km auf den Straßen errichtet ist, fahren wir dann auch mit knapp 140km/h etwas schnell heran, was uns 400DH kosten soll. Dumm stellen und ewig diskutieren hilft, wie fast immer, wir zahlen nix.

    Kurze Zeit später wieder, diesmal Björn. Die Kontrolle direkt nach der Kurve ist nicht durch HighspeedSchilder gekennzeichnet. Mit fast blockierenden Rädern bremsen wir von 120km/h zum Stillstand und kommen geradeso neben dem Polizisten mit glühenden und stinkenden Bremsen zum Stehen. Der guckt uns blöd an, Read more… »