• 02 May 2011 /  USA Comments Off on Dampf und Live-Musik

    Die Stadt Scranton ist nur fuenf Minuten von unserem Appartment auf Montage Mountain entfernt. Viele der Sehenswuerdigkeiten sind erst ab Mai richtig in Betrieb. So auch die Steamtown National Historic Site, in der es etliche Dampflokomotiven und Eisenbahngeschichte zu sehen gibt. Am Eroeffnungswochenende ist besonders viel los. Mit Dampfkraft werden Diesel- und E-Loks in ihre Ausstellungspositionen geschoben. Nur durch Nils’ Fuetterungspausen unterbrochen verbringen wir gut vier Stunden auf dem Gelaende. Neben einer Fuehrung durch die Restaurationswerkstaetten im riesigen Lokschuppen, nehmen wir an einer kurzen Dampflokfahrt durch Scranton teil.

    Jeden ersten Freitag des Monats finden in Scranton die “Art walks” statt. Nicht nur in den Gallerien der Stadt, auch in vielen Cafes, Geschaeften und leer stehenden Haeusern werden Kunstwerke ausgestellt, Snacks angeboten und Live Musik gespielt. Es ist eine aussergewoehliche Veranstaltung fuer die sonst eher ruhige Stadt. Nachdem die Gallerien schliessen, stuerzen wir uns ins Nachtleben. In der Hardware Bar geht es heiss her. Nicht nur die Barkeeper tanzen ab und zu auf dem Tresen, sondern auch einige Gaeste. Hinter der Bar ist, einem Thron gleich, ein Friseurstuhl aufgebaut. Einige Male am Abend fuehrt einer der Bedienungen einen Gast, der vermutlich von Freunden herausgedeutet wurde, auf den Stuhl, wo diese(r) unter johlendem Beifall der Kumpels, direkt aus der Flasche mit Schnaps abgefuellt und anschliessend mit einem Guertel “sanft” ausgepeitscht wird (Video). Trotz Live Musik und guter Stimmung muessen wir uns leider bereits vor Mitternacht wieder auf den Weg nach Hause machen, um unseren Babysitter, eine Studentin der katholischen Bibelschule, abzuloesen.

    Ruhiger geht es am Lake Scranton zu. Der Rundweg um den See eignet sich hervorragend fuer Spaziergaenge mit dem Kinderwagen. Wie in anderen Parks der Gegend flitzen etliche Eichhoernchen ueber die Wege. Die Rehe am Wegesrand lassen sich von den Fussgaengern nicht stoeren und grasen trotz der nahen Beobachter munter weiter. Verwunderlich, denn Jagen ist in den USA ein Volkssport. Viele Arbeitskollegen unterhalten sich tagsueber munter ueber ihre Waffensammlung. Auf Waldwegen, die sich im Jagdgebiet befinden, findet man daher beaengstigende Hinweise, wie man sich in der Jagdsaison verhalten sollte.

    Da es hier, im Gegensatz zum trockenen Wetter in Deutschland, in den letzten Wochen haeufiger geregnet hat, scheinen Gummistiefel in Mode gekommen zu sein. Viele Frauen aller Altersklassen tragen diese Treter einfarbig oder bunt gemustert als Modeaccessoir.

    Posted by bjoern @ 17:25

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