• 18 May 2009 /  Chile, Latin America 2 Comments

    Nach zehnstuendiger, erneut naechtlicher Busfahrt von Cordoba nach Mendoza verschlafen wir unseren ersten verregneten Ankunftstag. Da die Sonne es auch am naechsten herbstlichen Tag nicht durch die dicke Wolkendecke schafft, schauen wir uns Museen und abends auch mal einen Kinofilm an.

    Am letzten Abend werden wir von einem atemlosen Belgier angesprochen. Seine Frage nach dem Weg koennen wir beantworten und schenken ihm noch obendrein unseren Stadtplan. Im weiteren aufgeregten Gespraech mit dem hektischen Kerl erfahren wir, dass er nahe des Busterminals ausgeraubt wurde und er nun weder Geld noch Pass hat. Obwohl ihn der Diebstahl offensichtlich sehr mitgenommen hat, konnte weder Polizei noch Botschaft oder heimische Behoerden auf die Schnelle helfen. Die Polizei bot ihm lediglich eine leere Gefaengniszelle an, in der er uebernachten koennte. Unsere Hilfsangebote, ihn mit zu unserem Hostal zu nehmen, lehnt er vehement ab und setzt seinen Weg zum Busterminal in recht verwirrtem Zustand fort.

    Unsere letzte Busfahrt, diesmal bei Tageslicht, bringt uns ueber einen schneebedeckten Andenpass Richtung Santiago de Chile. Die kurvige Fahrt durch die Berge haette uns mit dem Motorrad sicherlich mehr Spass gemacht. Um diese Jahreszeit sind wir jedoch froh, im warmen Bus zu sitzen.

    Bisher hatten Grenzueberquerungen fuer uns hauptsaechlich Ueberraschungen und Arbeit mit dem Ex- und Import der Motorraeder bedeutet. Die Grenze mit einem vollen Reisebus zu ueberqueren, ist jedoch auch mal interessant mit zu erleben. Wie eine Kindergartengruppe duerfen sich die Passagiere in einer Reihe neben dem Bus aufstellen, um gemeinsam die einzelnen Grenzstationen zu durchlaufen. Auf Weisung des Zolls muessen einige Passagiere ihr Gepaeck vor der versammelten Gruppe auspacken.

    Wie bei unserer Durchreise im Maerz versprochen, besuchen wir in Santiago Antonio und Paci in ihrem Haus im noblen ‘Las Condes’ am Stadtrand. Es ist schoen, sie wiederzusehen und dieses Mal auch ihre 3 Kinder kennenzulernen.

    Nach den Etappen auf dem Motorrad (26.500 km) und im Bus (59 h) kommt uns das Flugzeug-hopping ueber Lima (Peru), San Jose (Costa Rica) nach Los Angeles (USA) wie ein schnelles Zurueckspulen unserer Reise vor.

    Posted by bjoern @ 18:22

2 Responses

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  • Susa Says:

    Hi Ines, hi Björn,
    das klingt als kommt ihr langsam aber sicher zum Ende eurer tollen Reise! Schade… Habe oft im Blog reingeschaut, geschmökert und mich über eure Berichte und die schönen Fotos gefreut.
    Seid ihr denn beim Horizons Unlimited Treff im Odenwald am 21.-24.5. dabei?! Wir kommen, aber wahrscheinlich erst Sa.
    Liebe Grüße von Susa und Nils – freuen uns auf ein Wiedersehen!

  • Jensi Says:

    Hallo Ihr Lieben!

    Vielleicht schon in den USA??? Viele Grüsse aus Worms, das Horizons Unlimited Treffen war ein voller Erfolg! Ca. 200 Leute – Hammer! Susanne Kreuz habe ich auch kurz gesehen – Viele Grüsse Susanne!

    Natürlich auch an Euch!

    Jens