• 06 Apr 2011 /  USA Comments Off on Spring is around the Corner

    Wer den Film “Taeglich gruesst das Murmeltier” gesehen hat, wird von dem Mythos schon gehoert haben, der auch heute noch praktiziert wird. Am zweiten Februar, drei Tage nachdem Bjoern das erste mal nach Scranton kam, wurde auch dieses Jahr wieder Punxsutawney Phil beobachtet, wie er aus seinem Bau kroch. Da er beim Herausschluepfen seinen Schatten nicht sah, hiess es: “Spring is just around the corner”.


    Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster fragen wir uns allerdings, wie weit diese “Corner” denn nun, immerhin bereits 2 Monate spaeter, noch entfernt ist. Nachdem der Schnee immer mal wieder gaenzlich abgetaut war, kam es in den letzten Wochen mehrfach vor, dass ueber Nacht bis zu 30cm Schnee fielen.

    Bei Temperaturen, die bis vor ein paar Tagen stets unter dem Gefrierpunkt lagen, beschraenken wir unsere Wochenendaktivitaeten derzeit auf die naehere Umgebung. In Scranton, wo 1848 die Industrialisierung Amerikas mit dem Kohlebergbau und den ersten Eisenbahnschienen ihren Anfang genommen hat, besuchen wir neben dem Antracite-Museum (Kohlebergbau) eine alte Kohlemine und auch das Steamtown National Monument, in dem die Geschichte der Eisenbahn erzaehlt wird.

    Unter den Kunden von Bjoerns Arbeitgeber finden sich nicht nur die fuehrenden Hersteller optischer Geraete, sondern auch einige Kuenstler. Einer davon, Christopher Ries, hat ein eigenes Atelier im lokalen Werk in Duryea. Am Wochenende besuchen wir ihn in seiner Galerie, die er neben seinem Wohnhaus in einer alten, huebsch renovierten Scheune eingerichtet hat. Neben dem knapp vier Meter hohen Ausstellungsraum hat er im Keller der Scheune eine Werkstatt und im Dachgeschoss eine luxurioese Wohnung fuer wohlhabende Kunden. Die Tour durch die drei Ebenen der 100 Jahre alten Scheune geniesst Nils auf den Armen von Chris, der selbst vier Kinder hat.

    Generell sind die meisten Amerikaner sehr kinderlieb. Immer wieder werden wir von Passanten zunaechst auf Nils blaue Augen und im naechsten Atemzug auf seine huebsch gestrickten Schuhe (Ein Dank an Tante Ellen!) angesprochen.

    Neben Ausfluegen zu Museen versuchen wir trotz des kalten Wetters in den umliegenden Parks aktiv zu sein. Sowohl der Bieber im eiskalten Lake Abington, als auch das Murmeltier, das wir im McDade Park gesichtet haben, scheinen den Fruehling genauso sehnsuechtig zu erwarten wie wir.

     

    Posted by bjoern @ 17:37

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